Meine Montessori-Pädagogik
Grundprinzipien meiner Betreuung
Kinder entdecken ihre Welt eigenständig, begleitet von liebevoller Unterstützung und Respekt.
Individuelle Förderung und Selbstständigkeit
Jedes Kind wird als einzigartiges Individuum gesehen und in seinem eigenen Tempo begleitet.
Eine sichere und anregende Umgebung
Unsere Räume sind so gestaltet, dass sie zum Entdecken, Lernen und Wohlfühlen einladen.
Meine Qualifikation & Erfahrung
- Frühpädagogische Fachkraft mit Zertifikat „Qualifizierte Kindertagespflegeperson“
- Langjährige Erfahrung in der Altenpflege und Kinderbetreuung
- Mutter von vier Kindern, die mich täglich inspirieren
Meine pädagogische Haltung
Ich begleite Kinder liebevoll und individuell nach Montessori-Prinzipien: „Hilf mir, es selbst zu tun!“
Ich sehe Kinder als eigenständige Persönlichkeiten, die ihre Welt selbst entdecken und gestalten. Dabei schaffe ich eine sichere und geborgene Umgebung.
Tagesablauf & Betreuung
Ein strukturierter Tagesablauf mit viel Raum für Bewegung, Ruhe, Spiel und Entdeckung sorgt für ein ausgewogenes Betreuungsangebot. Eingewöhnung und enge Zusammenarbeit mit den Eltern sind mir besonders wichtig.
- 7:30–8:30 Uhr: Ankommen & Freispiel
- 8:30–9:30 Uhr: Gemeinsames Frühstück
- 9:30–11:00 Uhr: Draußen spielen, Ausflüge & Entdeckungstouren
- 11:30–12:00 Uhr: Mittagessen
- 12:15–14:00 Uhr: Ruhezeit / Mittagsschlaf
- 14:00–15:30 Uhr: Aufwachen, Spielen & Abholzeit
meine Konzeption
Meine Tagespflege
Kleine Tatzen
geplant und vorgestellt
von
Felicitas Miethmann
Haus Angelmodde 45
48167 Münster
Inhaltsverzeichnis
1. Vorstellung
2. Gesetzlicher Förderauftrag
3. Meine Schwerpunkte
4. Eingewöhnung und Ankommens Phase
5. Tagesablauf
5.1 Räumlichkeiten und Ausstattung
5.2 Schlafen
5.3 Frühstück und Mittagessen
5.4 Pflege
5.5 Sauberkeitserziehung
6. Erziehungspartnerschaft und gemeinsamer Austausch
6.1 Umgang mit Konflikten
6.2 Kooperationen
7. Entwicklungs- und Bildungsdokumentationen
7.1 Individuelle Sprachförderung im Alltag
7.2 Partizipation
8. Krankheiten und Notfälle
7.1 Betreuungsfreie Zeit
9. Kinderschutz
10. Fortbildung
1.Vorstellung
Ich heiße Felicitas Miethmann und bin 1983 in Oberhausen geboren. Ich bin gelernte Altenpflegerin. Ich bin verheiratet und habe 4 Kinder. Ab August 2024 arbeite ich als Kindertagespflegeperson in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Münster und habe im Jahr 2025 meine Qualifizierungsmaßnahme zur Frühpädagogische Fachkraft mit dem Zertifikat „Qualifizierte Kindertagespflegeperson“ (Bundesverband für Kindertagespflege) abgeschlossen.
Mir macht es große Freude, mich mit Kindern zu beschäftigen und zu arbeiten, ihre Begabungen zu erkennen und fördern zu dürfen. Tagesmütter übernehmen eine verantwortungsvolle Aufgabe und tragen zur Erziehung, Entwicklung und Bildung der Kinder in den ersten drei Lebensjahren eine Menge bei. Durch meine langjährigen Erfahrungen mit Kindern unterschiedlichen Alters wurde der Wunsch in mir immer größer, in kleineren Gruppen größere Lernziele mit Spaß zu verbinden und zu erreichen. Ich möchte die Möglichkeit haben, die Stärken jedes Kindes erkennen und fördern zu dürfen. Deshalb habe ich mich nun für den Beruf der Tagesmutter entschieden.
2. Gesetzlicher Förderauftrag
Der gesetzliche Förderauftrag der Kindertagespflege gemäß § (3) SGB 8:
Der Förderauftrag umfasst Erziehung, Bildung und Betreuung des Kinders und bezieht sich auf soziale, emotionale, körperliche und geistige Entwicklung des Kindes. Er schließt die Vermittlung orientierenden Werte und Regeln ein. Die Förderung soll sich am Alter und Entwicklungsstand, den sprachlichen und sonstigen Fähigkeiten, der Lebenssituation sowie den Interessen und Bedürfnissen des einzelnen Kindes orientieren und seine ethische Herkunft berücksichtigen.
3.Meine Schwerpunkte
Gerade in den ersten Lebensjahren machen Kinder wichtige Lernerfahrungen, die das Fundament für die Gestaltung ihres späteren Lebens sind. Ich als Tagespflegeperson habe den Anspruch an mich, eine reflektierte Persönlichkeit zu sein, die in liebevoller Zuwendung mit den Kindern, den Alltag erleben und so den Aufbau einer sicheren Bindung zu ihnen ermöglichen. Ich verstehe mich als, „Forschungsassistentin“ der Kinder, die den Kindern die Möglichkeit gibt, den Lernprozess zu gestalten, die ihre Entwicklung begleitet und anregende Räume zur Verfügung stellt.
Mein Ziel ist es, kompetent und liebevoll die Entwicklung der Kinder zu eigenverantwortlichen, gemeinschafsfähigen Persönlichkeiten zu unterstützen. Ich begreife die Kinder dabei als vollwertige Menschen, die ich respektiere und wertschätze. Im Vordergrund meiner Pädagogik steht das Kind mit seiner Persönlichkeit, seiner Herkunft, seiner Entwicklung, seinen Erfahrungen und Erlebnissen. Meine Erziehung orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen des Kindes nach Zuwendung – Abstand, Geborgenheit, Freiheit, Bewegung, Ausruhe nachspielen und sinnlicher Wahrnehmung, mentaler Herausforderungen und kreatives Gestalten.
Ich orientiere mich an den Elementen der „Montessori Pädagogik“. In der Philosophie der Montessori Pädagogik lässt man die Kinder ihre Welt selbst entdecken, serviert ihnen keine fertigen Lösungen. Der Leitgedanke lautet: „Hilf mir, es selbst zu tun!“
Nach Maria Montessori ist das Kind der Baumeister des Menschen. Das Kind geht aus einem existentiellen und vitalen Impuls aus sich heraus auf die Welt zu. In Auseinandersetzung und Wechselwirkung mit seiner Umgebung, baut es auf diese Weise seine Persönlichkeit, sein Selbst auf, wird ein Individuum – unter der Voraussetzung, dass die Erwachsenen dies wollen und ermöglichen.
Ich möchte euren Kindern einen Ort der Geborgenheit, des Wohlfühlens, der Akzeptanz. Ein Ort des Entdeckens und des Lachens. Aber auch Gefühle wie Traurigkeit und Wut, sowie Konflikte gehören zur Entwicklung einer Persönlichkeit dazu. Hierbei unterstütze, begleiten und tröste ich eure Kinder wertschätzend und liebevoll. Durch die sogenannte „Co-Regulation“, fühlt sich euer Kind mit diesem Gefühl nicht allein und bekommt Hilfestellungen, mit allen Emotionen umzugehen. Eure Kinder lernen, dass jedes Gefühl einen Platz im Alltag und im Leben hat. Ebenso erfahren sie, dass sie mit allen Gefühlen angenommen werden. Dies unterstützt eure Kinder in ihrem Selbstwertgefühl und ihrem Selbstbewusstsein
4.Eingewöhnung und Ankommens Phase
Für jedes Kind findet eine Eingewöhnung, eine Ankommens Phase, zusammen mit einem Elternteil oder einem Erziehungsberechtigten statt. Dies ist eine sehr individuelle und bedeutsame Zeit. Wir lernen uns kennen und ich baue zu Eueren Kindern und zu Euch eine Beziehung auf. Zu Beginn der Eingewöhnung, lade ich euer Kind bereits ein, an Aktivitäten teilzunehmen und Versuche vorsichtig, eine Beziehung aufzubauen. Ihr als Elternteil verhaltet euch eher passiv, abwartend und schaut zu, übernehmt aber bei Bedarf noch das Wickeln und Füttern. Das grundlegende Ziel der Eingewöhnung besteht darin, während der Abwesenheit von euch eine tragfähige Beziehung zwischen mir und eurem Kind aufzubauen. Diese Beziehung soll bindungsähnliche Eigenschaften haben und dem Kind Sicherheit bieten. Dieser Aufbau der Bindung braucht vor allem Zeit. Daher ist es wichtig, dass ihr hierfür 4-6 Wochen einplant. Hierbei ist es sehr hilfreich, wenn eine feste Person, die Ankommens Phase begleitet. Die Ankommens Phase gestalte ich individuell sowie in engen Austausch mit Euch und nicht starr nach einem Modell. Die erste Trennung findet in der Regel zwischen dem 4. und 10. Tag statt. Die Entscheidung wann die erste kurze Trennung (ca. 15-25 Minuten) stattfindet, entscheide ich gemeinsam mit Euch. Ganz nach dem Motto: Ankommen dürfen, statt Loslassen (Lea Wedewardt). Sodass am Ende dieser Zeit Eure Kinder gut angekommen sind, sich wohl und sicher fühlen. Grundsätzlich ist es wichtig, dass ihr euch bewusst von Euren Kindern verabschiedet, denn nur so erlebt und versteht Euer Kind die Verabschiedung. Der Abschied ist absehbar und kontrollierbar für Euer Kind. So hat Euer Kind die Möglichkeit mitzubestimmen, seinen Gefühlen aktiv Ausdruck zu verleihen und damit tatsächlich mit dem Abschied umzugehen und den entstehenden Gefühlen zu verarbeiten (vgl. Lea Wedewardt, Ankommen dürfen statt Loslassen, S. 54)
5.Tagesablauf
Kinder helfen wiederkehrende Rituale und einem strukturierten Tagesablauf, da Sie noch kein Gefühl von Zeit haben. Das Zeitbewusstsein wächst aus der Kontinuität bestimmter Handlungsabläufe. Daher habe ich einen Tagesablauf, der als Grundgerüst dient und nach den Bedürfnissen der Kinder und der Gruppe angepasst wird.
Tagesablauf
7:30 – 8:30 Uhr Ankommen der Kinder mit Tür- und Angelgespräch/Freispiel
8:30 –9:30 Uhr gemeinsames Frühstück
9:30—11:00 Uhr Draußen spielen, Spazieren, Spielplatz, Ausflug oder Freispiel
11:30—12:00 Uhr gemeinsames Mittagessen
12:15—14:00 Uhr Ruhezeit / Mittagschlaf
14:00—15:00 Uhr Aufwachen, Anziehen, Spielen, Abholzeit mit Tür- und Angelgespräch
In der Zeit von 8:30—9:10 Uhr frühstücken eure Kinder mit mir. Daher ist es wichtig, dass wir in dieser Zeit nicht durch Bring Situation gestört und unterbrochen werden. Dieses führt zu viel Unruhe und unterbricht das Frühstück eurer Kinder. Von 12:15—14:00 Uhr ist kein Abholen eurer Kinder möglich, da in dieser Zeit eure Kinder schlafen oder sich ausruhen.
Ich feiere mit den Kindern Geburtstage und gestalte auch diese immer sehr ähnlich. Karneval, Ostern und Weihnachten, feiern wir als Brauchtumsfeste. Feste aus anderen Kulturen, wie z.B. das Zuckerfest greife ich auf. Im Sommer feiern wir mit allen Familien ein großes Fest.
Wenn das Wetter mitspielt, sind wir oft draußen in der Natur. Mit dem Krippenwagen besuchen wir Spielplätze, gehen in den Park oder spielen im Garten. Hier haben die Kinder die größtmögliche Bewegungsfreiheit und bekommen eine Vielfalt an Sinneserfahrungen und Eindrücken. Außerdem wird ihre Grobmotorik geschult.
5.1.Räumlichkeiten und Ausstattung
Eingebettet in der Natur liegen meine Räumlichkeiten ausgestattet und eingerichtet mit natürlichen Materialien.
Räume im Sinne der Montessori Pädagogik sollen eine vorbereitete Umgebung sein, in der sich Kinder unabhängig von Erwachsenen orientieren und bewegen können. Sie sollen aber auch ansprechend gestaltet sein und ein Angebot für die Kinder vorhalten, dass sie zum „Tun“ auffordert und anregt.
Meine Tagespflege stehen folgende Bereiche zur Verfügung
- Garderobenbereich
- Großer Gruppenraum
- Schlafbereich
- Wickeltisch
- WC
- Küchenbereich
- Garten
Der Eingang- und Garderobenbereich ist einladend gestaltet, um so Euren Kindern den Übergang in die Betreuung zu erleichtern. Jedes Kind hat sein eigenes Regalfach, in der Kleidung und Schuhe gelagert werden. Auf jedem Fach sind der Name und ein Foto des jeweiligen Kindes. So lernen die Kinder, welcher Platz ihnen und welcher dem anderen gehören. An dem Fenster gibt es Platz für Dokumentationen, Fotos und Gestaltungsarbeiten der Kinder. Eine Tafel hängt auf Kinderhöhe, sodass Eure Kinder sie gut sehen können. So werden sie in ihrem Tun bestätigt, von mir ernst genommen und ihr als Eltern erfahrt etwas über unseren Alltag. Ebenso werden Neuigkeiten an der Tafel ausgehangen. Zu dem hängt der wöchentliche Speiseplan im Fenster aus. Dank der großen Fenster ist der Gruppenraum lichtdurchflutet. Der Gruppenraum ist in unterschiedliche Bereiche eingeteilt, sodass die Bedürfnisse aller Kinder angesprochen und Bildungsprozesse angeregt werden können. Er bietet Sicherheit und gleichzeitig ist er eine Einladung für Entdeckungstouren. Eine Möglichkeit zum Ausruhen und Beobachten schafft eine Lese und Ruhe Ecke. Eine Spielküche, ein Kaufladen und ein Verkleidungskoffer laden zu Rollenspielen ein. Dabei habe ich darauf geachtet, dass es diverse Verkleidungsmöglichkeiten gibt. Rollenspiele ermöglichen euren Kindern, in verschiedene Rollen zu schlüpfen, sei es als Superhelden, Prinzessinnen, Ärzte oder Astronauten. Dies fördert ihre kognitive Entwicklung da sie ihre Vorstellungskraft nutzen und sich in unterschiedlichen Szenarien versetzen können.
Des Weiteren gibt es einen Tisch zum Malen, Matschen und Experimentieren. Die Kinder dürfen u.a. die unterschiedlichen Stifte und Farben ausprobieren und nutzen. Basteln nach Schablonen biete ich nicht an, da ich die Kinder in ihrer eigenen Kreativität unterstützen möchte. Einen Bereich zum Konstruieren gibt es ebenso. Das Bauen in der Bauecke fördert die Ausdauer und die Frustrationstoleranz eurer Kinder. Gleichzeitig werden Geschicklichkeit und Konzentration erweitert. Indem sie ihren ganzen Körper beim Bauen einsetzen, können sich eure Kinder Raum schaffen und ihre Umgebung aktiv gestalten. Durch die unterschiedlichen Bausteine können die Kinder erste Erfahrungen unter anderem im Bereich Statik sammeln. Des Weiteren gibt es Autos in verschiedenen Größen aus verschiedenen Materialien. Durch einen Schaukelhaken habe ich die Möglichkeit unterschiedliche Schaukeln zu befestigen, so können eure Kinder unterschiedliche Erfahrungen im Bereich Raum-Lage; Gleichgewicht und Körperspannung sammeln. Zwei Rutsche Autos und ein Trampolin geben euren Kindern die Möglichkeit sich zu bewegen. Sie lernen die verschiedenen Geschwindigkeiten kennen und sich selbst einzuschätzen („Wieviel Kraft benötige ich? wie schnell kann ich fahren? wann muss ich abbremsen?). Das Pickler -Dreieck lädt bereits die jüngeren Kinder zum Hochziehen, Hinstellen und Klettern ein. Es gibt im Gruppenraum mehrere Spiegel, so regen Sie eure Kinder dazu an, sich selbst zu erkennen und sich auf vielfältigste Art und Weise neu zu entdecken. Ein Spiegelbild zeigt Gefühle, Grimassen, Stimmungen und unterstützt die Wahrnehmung eurer Kinder.
Es gibt einen Esstisch auf Kinderhöhe. Eure Kinder können sich so, selbstständig an den Tisch setzen und auch wieder aufstehen. Es gibt einen Wickeltisch mit ausreichend Stauraum für Hygienematerialien. Im Schlafbereich sorgen Schlafkörbe und Matratzen für Gemütlichkeit und Geborgenheit. Der Garten ist so gestaltet, dass er die Neugier eurer Kinder weckt. Es gibt einen Sand und Matsch Bereich, eine kleine Rutsche und Pflanzkästen für Obst und Gemüse. Der Anbau von Obst und Gemüse im eigenen Garten macht nicht nur Spaß, sondern bringt viele positive Aspekte mit sich. Das fördert die Kreativität und die Feinmotorik eurer Kinder. Auch der Geist wird angeregt, wenn Kindern die Zusammenhänge der Natur vermittelt wird. Eure Kinder lernen spielerische vieles über das Gärtnern und Verbringen jede Menge Zeit an der frischen Luft. Bei der Anschaffung des Materials achte ich darauf, dass es langlebig und robust ist. Ich möchte den Kindern vorleben, dass Material und die Einrichtung wertvoll sind und dass ich damit pfleglich umgehe. Ich setze viele Materialien aus Holz ein und versuche größtenteils auf Plastik zu verzichten. Beim Spielzeug achte ich darauf, dass es vielseitig einsetzbar ist.
5.2. Schlafen
Jedes Kind hat seinen eigenen Schlafrhythmus und seine individuellen Einschlafrituale. Vor allem die jüngeren Kinder machen noch häufig ein kurzes Schläfchen am Vormittag. Den älteren Kindern reicht meist der Mittagsschlaf nach dem Mittagessen. Im Kennenlerngespräch besprechen wir aktuelle Schlafsituation eures Kindes. Erst wenn die Kinder sich bei mir sicher fühlen, schlafen sie mittags bei mir. Ich begleite die Kinder in den Schlafraum. Dort hat jedes Kind sein eigenes Schlafkörbchen und sein eigenes Kissen. Gerne können ein Schlafsack, Kuscheltier oder ein Tuch, so wie Schnuller oder Trinkflasche von zu Hause mitgebracht werden - je nachdem, was euer Kind zum Einschlafen braucht. Einige Kinder werden zum Einschlafen zu Hause gestillt. ich erwarte nicht, dass ihr für die Betreuung bei uns „abstillt“ denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Kinder sich bei mir an andere Einschlafrituale gewöhnen. Sollte sich ein Kind nicht im Körbchen wohlfühlen oder dort zur Ruhe kommen , habe ich auch Tragen, eine Nestschaukel, einen Buggy oder eine Matratze. Manche Kinder benötigen engem Körperkontakt zum Beispiel auf dem Schoß oder möchten getragen werden, anderen Kindern reicht es eine „Hand“ und wieder andere Schlafen am besten, wenn sie sich in Kissen kuscheln können. Im Laufe der Betreuung ändern sich der Schlafbedarf eurer Kinder. Wichtig ist es an dieser Stelle zu sagen, dass jedes Kind ein Recht auf eine Pause hat. Sollten die Kinder beim Ausruhen einschlafen, hindere ich sie nicht daran. Jedoch kann ich sie nach Absprache mit euch, nach einer gewissen Zeit wecken.
5.3. Frühstück und Mittagessen
Ich biete in meiner Tagespflege vollwertige Kost an. Ich achte auf einen regionalen und saisonalen Einkauf. Der Speiseplan hängt für die Eltern sichtbar im Eingangsbereich aus. Eure Kinder haben die Möglichkeit bei der Gestaltung mitzuhelfen. Den Kindern steht jederzeit Wasser zum Trinken zur Verfügung. Zum Frühstück gibt es Brot mit einer großen Auswahl an Wurst, Käse, Dips oder Müsli sowie Obst und Gemüse. Eure Kinder haben die Möglichkeit ihr Brot selbst zu schmieren. Abwechslungsreiches Mittagessen bereite ich täglich zu. Mir ist eine angenehme und wohlfühlen Atmosphäre beim Essen sehr wichtig. Jedes Kind entscheidet was und wieviel es essen möchte und was nicht. Durch meine Vorbildfunktion und die Gruppendynamik werden Kinder zum Essen und Probieren eingeladen. jedoch wird kein Kind zum Probieren, Essen oder Aufessen gezwungen. Die Kinder werden im selbstständigen Essen unterstützt. Anfangs nutzen sie meist ihre Hände zum Essen, später immer häufiger einen Löffel oder eine Gabel. Sie können selbstständiges Essen aus den Schüsseln nehmen. Dadurch entwickeln sie unter anderem ein erstes Gefühl für Mengen. Nach dem Essen bekommen die Kinder ein feuchtes Tuch und haben die Möglichkeit ihr Gesicht und ihre Hände eigenständig zu säubern. Selbstverständlich erhalten Sie bei Bedarf Unterstützung meinerseits. danach legen Sie ihr Tuch in den Wäschekorb. Sollte bei eurem Kind eine Unverträglichkeit oder Allergie bestehen sprich mich bitte an. Ich biete keine vegane Ernährung an. Dazu wird von jeder Familie ein Essensgeld entrichtet.
5.4. Pflege
Jedes Kind hat sein eigenes Handtuch zum Wickeln, dass regelmäßig gewaschen wird. Windeln, Feuchttücher, Wechselwäsche und ggf. Sonnencreme- und Windelcreme werden von euch mitgebracht. Die Kinder erhalten regelmäßig eine frische Windel. Dabei achte ich darauf, dass euer Kind zum Wickeln bereit ist. Mir ist es wichtig auf die Intimsphäre der Kinder zu achten. Deshalb ist der Wickelbereich vor Einblicken geschützt, jedoch so dass ich die anderen Kinder nicht aus dem Blick verliere und jederzeit ansprechbar bin.
5.5. Sauberkeitserziehung
Wenn ein Kind Interesse zeigt, nehme ich dies gerne auf. Jedoch verzichte ich auf ein “Töpfchen Training“. Voraussetzung für das Trockenwerden sind unter anderem anatomische Voraussetzung und neurogene Steuerung (Verbindung der Nervenbahnen vom Gehirn zu Harnblase/zum Darm). Häufig funktioniert es bereits zuhause ohne Windel, aber noch nicht in der familienergänzenden Betreuung. Denn dort ist die Ablenkung häufig größer. Daher kann es sein, dass das Kind in der Tagespflegestelle noch etwas länger eine Windel benötigt.
6.Erziehungspartnerschaft und gemeinsamer Austausch
Eine gegenseitige wertschätzende und vertrauensvolle Kommunikation und Haltung ist für mich wesentlich für eine gelingende Erziehungspartnerschaft. Eine Erziehungspartnerschaft meint die gemeinsame Verantwortung von Eltern und mir für das Kindliche wohl. Sie setzt gegenseitiges Vertrauen und Respekt voraus. Vor Vertragsunterzeichnung lerne Ich Euch in einem persönlichen Gespräch kennen. Dieses Gespräch nutzen wir, um in einem gemeinsamen Austausch z.B. über pädagogische Haltung und Schwerpunkte der Erziehung ins Gespräch zu kommen. Bei der Vertragsunterzeichnung kann ich auf individuelle Absprachen eingehen und diese festhalten. Des Weiteren informiere ich euch über die Bedeutsamkeit der Erziehungspartnerschaft und Wichtigkeit der Eingewöhnung und deren Ablauf. Die Eingewöhnung ist für alle Seiten eine besondere und sensible Zeit. Im stetigen Austausch mit Euch erkläre ich meine Abläufe. Gemeinsam überlegen wir die nächsten Schritte, z.B. die erste Verabschiedung. Feinfühlig gehe ich auf eventuelle Sorgen und Bedenken von Euch ein. In den Bring- und Abholphasen besteht die Möglichkeit der sogenannten „Tür- und Angelgespräche“. In diesen Gesprächen findet eine Übergabe statt und wichtiges wird mitgeteilt. Mindestens einmal im Jahr biete Ich ein Elterngespräch an, in dem Ich über die Entwicklung, die Interessen, die Stärken und Schwächen eueres Kindes spreche. Anregungen und Schwierigkeiten können ebenfalls in diesem Gespräch ihren Raum finden.
6.1 Umgang mit Konflikten
Die Kindliche Lebenswelt ist ohne Konflikte nicht denkbar und auch nicht wünschenswert. Schon frühe Wissenschaftler haben die Bedeutung von Konflikten für die Kognitive und soziale Entwicklung von Kindern herausgestellt. Entscheidend für eine erfolgreiche Konfliktbewältigung ist jedoch die Art und Weise, wie mit der Auseinandersetzung umgegangen wird. Zur Konfliktlösung gehört für mich eine gute Kommunikation, echtes zuhören und die suche nach Lösungen. Durch diese Art der Problemlösung lernen Kinder, kreativ zu denken und Lösungen zu bewerten. Konflikte selbst zu lösen, hilft Kindern wichtige soziale und emotionale Fähigkeiten zu entwickeln. Wenn Kinder in der Lage sind, ihre eigenen Konflikte zu lösen, entwickeln sie ein Gefühl der Autonomie und Selbstwirksamkeit. Sie lernen, unabhängig zu denken und Entscheidungen zu treffen, was ihr Selbstvertrauen stärkt.
6.2 Kooperationen
Auch wenn viele Kindertagespflegepersonen allein oder zu zweit arbeiten, sind sie untereinander gut vernetzt. Regelmäßige Treffen, etwa bei Fortbildungsangeboten, fördern den Kontakt. Daraus entsteht ein reger und beständiger Austausch von Erfahrungen. Im Krankheitsfall können auf diesem Wege auch Vertretungen für die Kindertagespflegeperson organisiert werden. Auch die Kinder profitieren von der Vernetzung der KTPP.
Bei Ausflügen oder Spaziergängen kommt es häufig vor, dass sich verschiedene Gruppen begegnen und der Kreis der Kinder für eine gewisse Zeit deutlich vergrößert wird. So lernen sie neue Spielkameraden kennen und können die in der eigenen Gruppe erworbenen sozialen Fähigkeiten über den vertrauten Personenkreis hinweg zur Anwendung bringen.
Der Kontakt zum hiesigen Kindergarten der AWO im Rahmen der Betreuung meiner Zwillinge ist hervorragend, dort absolvierte ich schon mein Praktikum. Auch hier entstehen in einem laufenden Prozess permanent Synergien.
7.Entwicklungs- und Bildungsdokumentationen
Für jedes Kind erstelle ich ein sogenanntes Portfolio. In den, vom Jugendamt Münster zur Verfügung gestellten Ordnern, halte ich mit Texten und Fotos Entwicklungsschritte, Vorlieben, Stärken und Schwächen und Erlebtes der Kinder fest. Im Portfolio Ordner werden Werke eurer Kinder, Fotos, Aussagen der Kinder, Lerngeschichten, sowie Portfolio Vorlageblätter abgeheftet. Jedes Kind hat ein eigenes Lerntempo, hat eigene Interessen, entwickelt eigene Lernstrategien, kurzum: Jedes Kind ist einzigartig und lernt und entwickelt sich auf seine ganz spezielle Weise. Um ein Kind in seinem Entwicklungsprozess und bei seinen Lernstrategien zu unterstützen, muss ich genau hinschauen und wahrnehmen. Die Dokumentation meiner Beobachtungen hilft mir, mich in die Kinder und ihre Perspektiven einzufühlen und diese zu verstehen. Die Entwicklung und die Fähigkeiten eines Kindes, sowie das Lernverhalten werden sichtbar. Dies hilft mir, meine späteren pädagogischen Angebote auf die Bedürfnisse der Kinder abzustimmen, um diese in ihren individuellen Lernprozessen zu unterstützen und zu fördern. Für die Entwicklungsgespräche bilden meine dokumentierten Beobachtungen eine wichtige Grundlage. Des Weiteren hängen Fotos mit aktuellen Themen der Kinder auf Kinderhöhe in den Räumlichkeiten. Dadurch kann ich mit den Kindern, die Kinder untereinander oder mit den Eltern ins Gespräch kommen. Durch die Fotos wird der Alltag in der Tagespflege transparent und ihr erhaltet einen Einblick in meine pädagogische Arbeit.
7.1 Individuelle Sprachförderung im Alltag
Die individuelle Sprachförderung begleitet jede Situation im Alltag. Dabei bin ich Sprachvorbild für die Kinder und rege vielfältige Sprachanlässe an. Ich unterstütze ihre Sprache durch Mimik und Gestik sowie durch unterschiedliche Betonungen und Sprachmelodien. Ich höre dem Kind aufmerksam zu, vertiefe durch offene Fragen Gespräche mit dem Kind und nehme mir ausreichend Zeit, alltägliche Situationen und Handlungen sprachlich zu begleiten. Ich begebe mich auf die Höhe des Kindes. Ich wende mich dem Kind intensiv zu und schaffe somit für mich und das Kind eine „Sprachinsel“. Ich achte auf ein Sprach förderliches Kommunikationsverhalten, so wiederhole ich fehlerhafte Äußerungen des Kindes richtig (korrektiv Feedback). Ich vermittle den Kindern Freude am Kommunizieren. Ebenso gehören Lieder, Reime, Fingerspiele so wie eine Spielbegleitung durch mich zu den täglichen Angeboten in meiner Tagespflege. Das dialogische Lesen und Betrachten von Büchern, gehört zu einem festen Bestandteil. Dabei führt das Kind. Es sucht das Buch aus, blättert selbst um und beginnt etwas zu benennen. Ich Folge dem Kind aufmerksam, knüpfe dann mit einer eigenen Äußerung oder Feststellung an und lese vor. Bei der alltagsintegrierten Sprachförderung orientiere ich mich an der jeweiligen Lebenssituation und der Sprachpraxis in der Familie des Kindes. In Elterngesprächen thematisiere ich z.B. die Mehrsprachigkeit sowie die Wichtigkeit der Muttersprache und ermutigen Familien, den Kontakt zu deutschsprachigen Kindern auch außerhalb der Tagespflege zu suchen.
7.2 Partizipation
Kinder haben ein Recht auf Partizipation (UN-Kinderrechtkonvention). In meinem Alltag beziehe ich eure Kinder entsprechend ihrem Alter und ihres Entwicklungsstand mit ein. Beispielsweise können sie mitentscheiden welchen Spielplatz wir besuchen, mit wem und mit was sie spielen möchten oder was und wieviel sie essen möchten. Die Kinder sollen erfahren, dass ihre Meinung wichtig und gehört wird.
8.Krankheit und Notfälle
In der Kindertagespflege gelten die gleichen Bestimmungen zum Infektionsschutz wie in den öffentlichen Betreuungseinrichtungen. Bei ansteckenden Krankheiten, Fieber, Durchfall oder Erbrechen kann ich euer Kind nicht betreuen. Frühestens nach 48 Stunden nach dem letzten Erbrechen oder Durchfall beziehungsweise wenn euer Kind mindestens 24 Stunden fieberfrei ist, kann ich eine Betreuung wieder anbieten. Auch ein langanhaltender Schnupfen kann für euer Kind sehr anstrengend sein. Wenn ich den Eindruck habe, dass euer Kind (noch) nicht fit für die Betreuung ist, informiere ich euch umgehend.
Für diese Fälle stehen euch gesetzlich jeweils 10 Krankheitstage pro Erziehungsberechtigten zu. Erfahrungsgemäß werden vor allem die Kinder in ihrem ersten Betreuungsjahr häufiger krank. In solchen Situationen ist das Jugendamt verpflichtet eine Ersatzbetreuung anzubieten. Durch eine sogenannte Dino Kraft (Dienst im Notfall) durch den VAMW (Verein für alleinerziehende Mütter) soll die Betreuung sichergestellt werden. Erfahrungsgemäß kann spontan häufig keine Dino Kraft einspringen. Daher kann es zu Ausfällen in der Betreuung kommen. Bei Kopfläusen muss das Kind Läuse - und Nissenfrei sein. Bei Erkrankungen eurer Kinder oder von mir während der Betreuung, so wie bei eventuellen Unfällen, muss durch Euch gewährleistet werden, dass ihr erreichbar seid und Euer Kind umgehend abgeholt werden kann. Bei einem gravierenden Unfall fordere ich einen Rettungswagen an und leistete erste Hilfe. „Kleine“ Unfälle versorge ich mit Pflastern. Sollte die Aufsichtspflicht nicht mehr gewährleistet sein müssen auch die anderen Tageskinder abgeholt werden.
8.1.Betreuungsfreie Zeit
Ich habe eine Betreuungsfreie Zeit in Höhe von 30 Tagen pro Kalenderjahr. Meinen Urlaub gebe ich rechtzeitig bekannt.
9.Kinderschutz
Kinderschutz ist wohl das sensibelste Thema in meiner Arbeit. Durch Fortbildung werde ich geschult für dieses Thema sensibilisiert. Alle Kindertagespflegepersonen in Münster haben eine Vereinbarung mit der Stadt Münster getroffen. So haben ich einen Schutzauftrag gegenüber jedem Kind. Des Weiteren bin Ich verpflichtet regelmäßig eine Fortbildung zu diesem Thema zu absolvieren. Im Alltag achte ich darauf auf eine wertschätzende Sprache und auf Signale der Kinder. Beispielsweise wird kein Kind gegen seinen Willen gewickelt oder zum Schlafen hingelegt. Ich stärke die Kinder in ihrem Selbstbewusstsein, in dem ich sie ernst nehme und ihre Gefühle benenne. Ich vertrete eine Haltung, in dem das Wohl der eurer Kinder im Mittelpunkt steht.
10.Fortbildung
Ich bin verpflichtet mich regelmäßig fortzubilden. Die Fortbildung finden zu unterschiedlichen Themen statt. Ebenso nehme ich in regelmäßigen Abständen an einem Erste-Hilfe-Kurs, sowie einer Hygieneschulung teil.
Eigenständigkeitserklärung
Hiermit erkläre ich, die schriftliche Hausarbeit zur Erlangung des Zertifikats Kindertagespflege selbständig angefertigt zu habe.
Neben den schriftlichen Unterlagen aus dem Zertifikatiskurs (QHB) habe ich folgende Literatur verwendet:
Lea Wedewart „Ankommen statt loslassen“
Hans-Joachim schmutzler, Maria Kley-Auerswald Pädagogische Ansätze Montessori